Hier noch 2 andere Geschichten von mir, die es nicht in Buchform gibt:


Rohdolf und der fliegende Teppich

Rohdolf Meyerdierks' eigentlich erstes richtiges Abenteuer führte ihn nach Arabien. Er wollte nach Sadan um am berühmten Krönungsfest teilnehmen zu können. Es war für die damalige Zeit eine weite Reise, denn es gab noch keine Flugzeuge. Aber er liebte es zu reisen.

Er fuhr von Butjadingen per Moped zum Welthafen Esens. Hier bekam er schnell Anschluß. Die „Esens Star” war ein hochmodernes Schiff. Neben einem Sportplatz für die üblichen friesischen Sportarten, wie Sackhüpfen und Wattwerfen, gab es auch ein Theater, wo die neuesten Boulevardkomödien aufgeführt wurden. Es war ein herrliches Leben an Bord. Rohdolf hatte eine Zweibettkabine für sich allein. Bald wurde der nächste Hafen Terneuzen angelaufen. Ein riesiger Hafen mit einer phantastischen Stadtsilhouette. Überwältigt nahm Rohdolf diese Stadt in sein großes Herz auf. Nach zwei Tagen Aufenthalt ging es weiter. Zwölf Tage später erreichte die „Esens Star” St. Malo. Auch hier war es sehr schön. Endlich nach einem Monat und zweiundzwanzig Tagen erreichte die „Esens Star” Tanger, den ersten afrikanischen Hafen. Tanger, eine farbenprächtige Stadt, die Stadt der Händler, gefiel
Rohdolf sehr gut. Besonders die freundlichen Menschen hatten es ihm angetan. Hier gab es Araber, Afrikaner und Europäer in einer bunten Mischung. In Tanger bekam Rohdolf einen netten englischen Kabinengenossen. Dieser hieß Sir Makepeace Egg. Er war ein verarmter Wissenschaftler von stattlicher Größe. Das Leben an Bord der „Esens Star” nahm seinen normalen Gang.


Doch einige Seemeilen hinter Tanger erschienen Piraten. Es gab keine Fluchtmöglichkeiten. Sie fielen über das schöne Schiff her und enterten es. Ein brutaler Überfall. Zur Zeit des Überfalls schlief Rohdolf in seiner Kabine tief und fest. Der Kampf auf dem Deck war kurz und heftig. Die Piraten hatten schnell alles unter Kontrolle. Anschließend durchsuchten die gräßlichen Seeräuber die Kabinen und beförderten alle restlichen Passagiere an Deck. Unter ihnen natürlich auch Rohdolf Meyerdierks. Die Unverletzten wurden gefesselt, unter ihnen war auch Sir Makepeace. Die Hälfte der Reisenden und fast die gesamte Besatzung hatten bei den Kämpfen Verletzungen erlitten. Die Verletzten wurden ohne Gnade unter den Augen der anderen Gefangenen brutal in das Meer geworfen. Es war ein furchtbarer Anblick.
Die Piraten waren kräftige, braungebrannte Männer, und Rohdolf fragte sich, ob die Seeräuber mit ihren unversehrten Gefangenen ebenso verfahren würden. Diese Frage blieb nicht lange offen. Vor einem kleinen, zerbrechlichen Mann blieb Tumit, so hieß der Piratenkapitän, stehen und fragte: „Wer bist Du?”
Der Angesprochene schlotterte mit seinen dürren Gliedern und antwortete: „Ich bin Bernhard, der Diener von Graf Beauchaussee.”
„Aha,” sagte Tumit, „und wo ist der Graf?”
„Ihr habt ihn ins Meer werfen lassen.”
„Wie schade,” Tumit musterte den Mann, „Lösegeld ist für Dich nicht drin, und als Sklave bist Du zu dünn und zu schwach. Männer, packt ihn!”
Der um Gnade flehende Bernhard wurde in die schäumende See geworfen. Und so ging es noch mehrmals. Dann kam Rohdolf an die Reihe.
Prüfend sah Tumit den kräftigen Butjadinger an und sprach: „Wie heißt Du, und was bist Du?”
Die Worte klangen drohend.
Rohdolf überlegte kurz und sagte: „Ich heiße Rohdolf Meyerdierks und bin für seine Hoheit König Reimer dem Dritten von Butjadingen auf Reisen.”
Was durchaus nicht falsch war, da Rohdolf vom König sehr geschätzt wurde, und dieser voller Spannung auf einen Reisebericht Rohdolfs wartete.
Tumit schien erfreut und rief nach seinem Steuermann, der ihm das Buch „Gekrönte Häupter Europas” brachte. Tumit blätterte darin.
Schließlich las er laut: „Butjadingen, armes, unbedeutendes Land in der Nachbarschaft der berüchtigten und wilden Rhauderfehner Grafschaften.”
Tumit kratzte sein mit Stoppeln übersätes Kinn und sagte endlich: „Ja, mein Freund, das reicht wohl nicht für ausreichend Lösegeld. Würdest Du aus dem Rhauderfehner Land kommen, wäre das etwas anderes. Aber jung und kräftig bist Du, nicht wahr?”
Mutig sah Rohdolf den Anführer der Piraten an und sagte: „Soll ich es beweisen?”
Tumit schaute seine Leute an.
„In Ordnung, Rohdolf.”
Er rief einen seiner Leute zu sich. Ein Mann wie ein Riese, mit gewaltigen Muskeln und behaart wie ein Tier, kam heran. Tumit war über die Verblüffung Rohdolfs hoch erfreut.
„Da staunst Du! Das ist Kanschur, der stärkste Mann auf Erden. Wenn Du mindestens zwanzig Sekunden gegen Kanschur auf den Beinen bleibst, bekommst Du eine schöne Sklavenstelle. Wenn nicht ....”
Tumit deutete auf das Meer. Und so nahm Rohdolf alle Kraft zusammen und trat gegen Kanschur an. Doch er hatte keine Chance. Unmengen von Schlägen prasselten auf ihn herab. Eine Ohnmacht rettete ihn vor weiteren Schlägen. Ein Eimer Wasser brachte ihn schnell wieder zu Bewußtsein, und in die harte Wirklichkeit zurück. Er war verloren! Tumit stand vor Rohdolf und grinste breit.
Er klopfte dem total erschöpften Rohdolf auf die Schulter und sagte nur: „Zwölf Sekunden.”
Rohdolf hatte es gewußt. Sollte sein Leben wirklich im Meer enden?
„Kopf hoch! Du wirst trotzdem Sklave. Ich muß schließlich Geld verdienen,” sagte Tumit, und die Seeräuber lachten.


So wurde Rohdolf Sklave. Auch Sir Makepeace Egg wurde es, wie so viele andere auch. Die Reichen wurden als Lösegeld-Kandidaten gesondert gefangengehalten. Wieder andere landeten im Meer. Ihr Schreien klang Rohdolf noch lange im Ohr. Das Piratenschiff und die „Esens Star” segelten nach Tanger zurück. Sie machten im Sklavenhafen fest, wo noch andere merkwürdige Schiffe lagen. Noch einmal konnte Rohdolf diese farbenprächtige Stadt an sich vorüberziehen lassen.
Sie wurden zum Sklavenmarkt getrieben. Ein buntes Bild bot sich ihnen. Hinter Holzgittern standen und saßen viele Menschen. Es waren Weiße, Schwarze, Gelbe und Braune. Davor versammelten sich langsam die Händler und Käufer. Es waren nicht nur arabische Händler. Rohdolf und Makepeace wurden nun ebenfalls in einen Gitterverhau gesperrt. Hier wurden sie sogleich von Mitgefangenen umringt, die sie in allen möglichen Sprachen befragten. Sogar Butjadinger waren unter ihnen. Sie alle hatten vor der Zukunft Angst. Ihr weiteres Schicksal war sehr ungewiß.

Dann begann die Versteigerung.
Nach und nach wurden die neuen Sklaven herausgeführt und ihren Besitzern übergeben. So trennten sich auch die Wege der beiden Freunde, als Makepeace einen Käufer fand. Schließlich war auch Rohdolf an der Reihe. Das Gitter öffnete sich, und Männer schleppten ihn zu einer Art Podest. Interessierte Menschen beäugten ihn. Rohdolf stand bewegungslos da und versuchte an nichts zu denken. Er hörte vereinzelte Schreie, die wohl Gebote sein mochten. Er mußte seine Muskeln zeigen und wurde gleich darauf hinausgeführt. Er bekam Ketten angelegt und wurde von zwei Männern durch die Altstadt Tangers geführt.
Sie waren Beauftragte des großen Jaso Ben Knuffa, eines Teppichhändlers. Rohdolf wurde sofort dem Obersklavenaufseher Du-Pig übergeben, der sie am Eingang des Hauses von Jaso Ben Knuffa erwartete. Du-Pig machte einen schlechten Eindruck auf Rohdolf, denn er hatte einen stechenden Blick und war außerdem sehr fett. Rohdolf mußte in der prallen, heißen Sonne in einem Mohnfeld arbeiten. Er schlief nachts zusammen mit acht weiteren männlichen Sklaven in einem kleinen Raum.

Eines Morgens sah Rohdolf - er war gerade beim Mohnblütenputzen - seinen Herrn und Meister Knuffa kommen. Rohdolf saß versteckt hinter dem Mohn und konnte Knuffa unbemerkt beobachten. Dieser breitete einen wunderschönen Teppich aus, den er unter dem Arm getragen hatte. Dann geschah das Merkwürdigste, was Rohdolf je gesehen hatte. Jaso Ben Knuffa setzte sich auf den Teppich und entschwebte.
Ein Fliegender Teppich!
Rohdolf hatte in Märchen davon gelesen, aber das es sie wirklich gab, hätte er nie gedacht. Knuffa flog einige Runden und kehrte zum Startplatz zurück. Hier war eben der Konstrukteur Heska Ben Stobel eingetroffen, der Knuffa bei der Landung behilflich war.
Begeistert schrie Knuffa seinem Konstrukteur zu: „Mensch, Heska, Dein neuer FT Luxus ist wirklich erstklassig. Diese Luftlage, diese Spritzigkeit, großartig.”
Dankbar schaute Heska Ben Stobel seinen Chef an und erwiderte nur: „Danke, Chef.”
Jaso Ben Knuffa testete nun den FT (Fliegender Teppich) Sport. Beim Start flog Stobels Toupet davon, so rasant konnte der FT Sport beschleunigen. Heska Ben Stobel fand glücklicherweise sein Toupet wieder und setzte es auf. Aber Rohdolf hatte etwas gesehen, was ihn sehr verwunderte. Stobel`s Kopfhaut unter dem Toupet war weiß gewesen. Rohdolf nahm sich vor, bei einer günstigen Gelegenheit, Heska Ben Stobel darauf anzusprechen.

Einige Wochen später bot sich die Möglichkeit. Rohdolf war mit den Mohnblütenputzen fertiggeworden und hatte sich bei Stobel zu melden, der einen Sklaven zum Teppichklopfen benötigte.
Rohdolf durfte den FT Sport klopfen.
„Denn,” so erklärte Heska Ben Stobel, „Sauberkeit bringt mehr Geschwindigkeit.”
Stobel orderte Rohdolf danach immer wieder zum Teppichklopfen. Eines Tages erzählte Rohdolf seinem Gönner von dem Tag, als Knuffa den FT Sport getestet hatte.
„Sie sind ein Europäer, nicht wahr,” fragte Rohdolf den braungebrannten Stobel.
Verlegen sah Stobel ihn an und sagte: „Ja. Ich spreche ungern davon, denn ich bin hier sehr glücklich.”
„Was hat Sie hierher verschlagen?”
„Ich heiße eigentlich Henning Stöbel und komme aus Eckwarden. Ich war Konstrukteur einiger erfolgreicher Springfluten. Auf dem Weg zum Großen Preis von Nikosia wurde ich von Piraten überfallen und verschleppt. Wie durch ein Wunder wurde ich von Knuffa gekauft, der meine Fähigkeiten schnell erkannte. Er gab mir meine Freiheit wieder, und er bezahlt mich gut für meine Arbeit. Ich bin kein Sklave.”
„Wollen Sie nicht in ihre Heimat zurück? Nach Eckwarden, Herr Stobel?”
„Manchmal wollte ich von hier fort, aber jetzt bin ich schon so lange hier und will nicht mehr weg. Ich bin hier die Nummer Eins beim Flugteppichbau. Was will ich mehr?”
Rohdolf klopfte in den nächsten Monaten weiter Teppiche, und Stobel konstruierte seine FT´s. Rohdolf wurde ständiger Mitarbeiter und Vertrauter Stobels. So fühlte sich auch Rohdolf bald wohl, und nur der böse Du-Pig sorgte dafür, daß Rohdolf nicht vergaß ein Sklave zu sein. Du-Pig mißfiel die Vertrautheit zwischen Stobel und Rohdolf. Gegen Stobel konnte er nichts ausrichten, dieser hatte durch seine überragenden Teppiche zuviel Einfluß auf Knuffa. Und so verlegte Du-Pig seine feindselige Aufmerksamkeit ganz auf Rohdolf.

Endlich nach langem Warten fand Du-Pig einen Grund Rohdolf Meyerdierks zu bestrafen. Du-Pig hatte beobachtet, wie Rohdolf unerlaubt einen Apfel von Knuffa´s Tisch genommen hatte. Die Strafe für Diebstahl war hart.
Das Urteil sprach Du-Pig selbst: „Fünfundzwanzig Stockschläge auf den nackten Rücken.”
Du-Pig führte die Bestrafung persönlich durch. Er liebte diese Beschäftigung. Heska Ben Stobel wartete vergeblich an der verwaisten Klopfstange. Schließlich suchte er Rohdolf. Dieser hatte bereits den zehnten Schlag des brutalen Du-Pig erhalten, als Heska Ben Stobel sie endlich fand und Du-Pig Einhalt gebot.
„Es ist genug,” sagte Stobel nur.
Du-Pig wandte sich verstimmt ab. Stobel hatte nun auch einen Feind. Rohdolf´s Rücken sah schlimm aus, aber er war stark und gesund. Nach kurzer Pflege konnte er seine Aufgabe als Flugteppichklopfer wieder aufnehmen.


Einige Tage später war es endlich soweit - das erste FT-Rennen.
Knuffa, Stobel und sein Assistent Rohdolf reisten nach Marrakesch zur alljährlichen FT-Trophy. Diese Trophy war das größte Ereignis in der Welt des FT-Sports. Sie galt als inoffizielle Weltmeisterschaft. Die gesamte Elite war am Start. Einhunderttausend Zuschauer umsäumten den kleinen Flugplatz in Marrakesch.
Es gab eine große Wiedersehensfreude, denn Rohdolf sah Sir Makepeace Egg wieder, der als Kellner für den Veranstalter dieser Trophy arbeiten mußte. Beide sprachen sofort von Flucht, denn zu zweit war es sicherlich leichter zu entkommen. Doch sie mußte gut vorbereitet sein. Die Flucht sollte in einem Jahr hier von Marrakesch aus erfolgen. Darauf einigten die beiden sich schnell.
Jaso Ben Knuffa hatte ohne Schwierigkeiten, über die Vorrunde, die Zwischenrunde, und das Halbfinale, das große Finale erreicht.

Am Start waren Bahn 1: Der Ben Wisch aus Marrakesch auf FT Super III, Bahn 2: Jaso Ben Knuffa aus Tanger auf FT Sport, Bahn 3: Hadschi Ben Humbug aus Casablanca auf Casa GTI, und Bahn 4: Wolly aus Tanger auf Skyliner II.
Wolly galt als großer Favorit, denn er hatte dieses Rennen bereits fünfmal gewinnen können. Der Name Wolly war nur ein Pseudonym, und er startete stets mit Maske. Niemand kannte sein Gesicht, und seinen richtigen Namen wußte niemand. Knuffa und Wisch hatten zum erstenmal dieses Finale erreicht. Dagegen hatte Hadschi Ben Humbug bereits vor zehn Jahren einmal die inoffizielle FT-Weltmeisterschaft in Marrakesch gewonnen. Dieses große Rennen wurde von der Fernsehgesellschaft MTC (Marrakesch Television Corporation) übertragen.
Das Wetter war gut, und so konnte endlich das Rennen gestartet werden. Schiedsrichter Ibn Sau gab den Start frei. Schon waren die vier Sportler in den Lüften. Das Rennen ging von Marrakesch über Timbuktu nach Tripolis, von da nach Tunis, über Algier nach Marrakesch zurück. In diesen Städten mußten Kontrollen im Tiefflug angeflogen werden. Den besten Start hatte Der Ben Wisch. Der Ben Wisch führte bis kurz vor Timbuktu, dann schied er wegen eines Webfehlers aus. Somit waren nur noch drei Bewerber im Rennen. Rohdolf sah die Liveübertragung im Fernsehen.
Nach genau 2 Tagen und 2 Stunden erreichten, in Abständen von wenigen Minuten, die restlichen drei FT-Piloten Timbuktu. Eine herrliche Stadt, doch für eine Besichtigung blieb keine Zeit. Im Tiefflug mußte die Kontrollstation passiert werden. Gesichtskontrolle, natürlich unter Aufsicht eines Notars. Das Wetter blieb weiter ausgezeichnet.
In Führung war Hadschi Ben Humbug gegangen. Aber das bedeutete noch nichts. Nach weiteren 3 Tagen und 11 Stunden wurde Tripolis überflogen, einen Tag und 8 Stunden später Tunis. Immer noch war Humbug an der Spitze, aber nur bis kurz vor Algier. Da passierte ein großes Unglück. Um mehr Zeit herauszuschinden, hatte Humbug einen Berg scharf geschnitten, dabei blieb ein Teppichfaden an einem Felsvorsprung hängen, und der Fliegende Teppich löste sich langsam auf. Als Hadschi Ben Humbug es
bemerkte, war es bereits zu spät. Er mußte aufgeben. Auflösung des Materials - ein einmaliger Zwischenfall in der Geschichte des FT Sports.
So war es nun noch ein Zweikampf, den der geheimnisvolle Wolly wohl gewinnen würde, dachten die Fachleute. Denn er passierte als Erster Algier mit ungefähr zwanzig Minuten Vorsprung. Jaso Ben Knuffa hatte sich fast schon aufgegeben, als er überraschend auf halber Strecke zwischen Algier und Marrakesch Wolly einholte. Dieser grinste ihn mit seiner Maske an. Bevor Knuffa noch groß darüber nachdenken konnte, warum er angelächelt wurde, riß Wolly seine Maske herunter. Es war Du-Pig. Knuffa war sprachlos.
„Da schaust Du? Ja, ich bin es. Dir ist wohl nie aufgefallen, großer Meister, daß ich immer Urlaub nahm, wenn FT-Trophies stattfanden ? Ich habe immer nur für mich gearbeitet, nicht für Dich, oh nein. Und nun werde ich mich für deine jahrelange Nichtachtung rächen. Du hast immer nur Stobel´s Talent vertraut, aber meine Teppiche waren schneller als seine!”
Knuffa brachte kein Wort heraus.
Er dachte nur: „Du-Pig ist der berühmte Wolly mit der Maske.”
Knuffa schaute Du-Pig entgeistert an, als dieser zum entscheidenden Schlag ausholte. Doch er verfehlte Knuffa, der nun endlich aus seiner Starre erwacht war und auswich. Du-Pig rutschte ab und stürzte schreiend für immer in die Tiefe. Jaso Ben Knuffa kam einen Tag später als einziger Finalist ins Ziel.
Nach der Siegerehrung wurde ein großes Fest veranstaltet. Zwei Tage später fuhren Knuffa, der glückliche Sieger, sowie Stobel und Rohdolf zurück nach Tanger. Hier wurde Jaso vom Stadtrat empfangen und geehrt. Von diesem Tage an hatte der Marrakesch-FT-Trophy-Sieger Jaso Ben Knuffa Heska Ben Stobel und Rohdolf Meyerdierks endgültig in sein Herz geschlossen.

Ein Jahr später ging es wieder nach Marrakesch. Stobel hatte einen neuen Flugteppich konstruiert, den FT Sport III Gti, ein phantastischer FT, mit dem der Titelverteidiger Knuffa wieder gewinnen wollte.
Knuffa und Stobel waren so mit ihrem neuen FT beschäftigt, daß sie die Abwesenheit Rohdolfs nicht bemerkten. Dieser hatte den Ersatz-FT Sport II entwendet. Er war fest entschlossen zu fliehen, trotz seines guten Lebens bei Knuffa und Stobel. Rohdolf war froh, als er nach einem Jahr seinen Freund Makepeace wohl und munter wiedersah. Dieser grinste ihn freudig an, nachdem er den FT gesehen hatte. Sir Makepeace sorgte für die Verpflegung. Sie hatten sich als Startplatz ein etwas abseits liegendes Tabakfeld ausgesucht.
Dann hieß es Marrakesch ade. Und ade Sklaverei.
Für Rohdolf war es keine Schwierigkeit den FT zu fliegen. Im letzten Jahr seiner Tätigkeit unter Stobel hatte er das Fliegen erlernt. Das Wetter war gut. Aber wohin sollten sie fliegen?
Sie waren sich darüber noch nicht klargeworden. Nach Norden in die Hände der Sklavenjäger, nach Süden in die Sahara, nach Westen in den Atlantischen Ozean? Es blieb nur der Osten - tiefer nach Arabien hinein.
Und so machten sich die Freunde auf den Weg. Rohdolf und Egg waren guter Dinge. Nach drei Wochen Flug kamen sie in die Nähe Kairos, der Metropole Ägyptens.
Im Luftraum kurz vor Kairo nahm der Flugverkehr unwahrscheinlich zu. Egg und Rohdolf waren aber trotzdem von dem Treiben fasziniert. Freistehend am Himmel stand vor der Stadtgrenze ein Schild auf einem Fliegenden Teppich mit der Beschriftung: Stadt Kairo.
Es gab sogar einen Verkehrspolizisten auf einem FT, der den Verkehr regelte. Mit Glück und vielen Ausweichmanövern gelang es Rohdolf einigermaßen durch den dichten Verkehr zu kommen. Rohdolf kannte keine FT-Verkehrsregeln, und das hatte der FT-Verkehrspolizist beobachtet und einen Kollegen alarmiert. Da Rohdolf und Makepeace keine Ausweispapiere, keinen Führerschein oder sonstige Dokumente besaßen, sie außerdem entflohene Sklaven waren und den Teppich gestohlen hatten, ergriffen sie die Flucht. Und so kam es, nachdem die verstopften Luftstraßen Kairos durchquert waren, zu einer Verfolgungsjagd. Der Polizist war sicherlich überrascht über das schnelle Gefährt, daß er kontrollieren sollte. Die Jagd zog sich über mehrere Stunden hin. Sie hatten Kurs Süden genommen und kamen in die Nähe Khartoums. Hier im Luftraum waren glücklicherweise keine Polizisten zu sehen. Der Verkehr wurde durch Ampeln, die auf FT´s befestigt waren, geregelt. Die Ausweichmanöver kosteten viel Zeit, und plötzlich war der Polizist aus Kairo ganz nah. Und beim nächsten Ampelstopp hatte er sie tatsächlich eingeholt. Eine Fortsetzung ihrer Flucht war sinnlos.
„Moin, Moin,” sagte der Polizist.
Verdutzt schaute Rohdolf Meyerdierks den Gesetzeshüter an.
„Sie sprechen Deutsch?”
„Ich bin ein Gastarbeiter aus Ostfriesland. Es tut mir leid, daß ich Euch verfolgen mußte. Ich sollte nur eure Fahrzeugpapiere kontrollieren. Ihr habt wohl keine?”
„Nein,” antwortete Rohdolf, „wir sind soeben der Sklaverei entronnen.”
„Ja, es sind schlimme Zeiten. Fliegt in Ruhe weiter, Moin. Und viel Glück!”
Dann flog der Kairoer FT-Polizist aus Ostfriesland weiter. Glück gehabt, dachten Makepeace und Rohdolf.


Sadan war jetzt das Ziel Rohdolfs. Und so ging die Reise in Richtung Osten weiter. Egg und Rohdolf Meyerdierks waren guter Dinge. Als der FT-Verkehr wieder zunahm, wußten sie, daß sie in die Nähe einer großen Stadt gekommen sein mußten. Sie waren über Sadanville, der Hauptstadt von Sadan.
Die Freunde landeten auf dem Internationalen Teppichflugplatz. Endlich hatten sie wieder festen Boden unter den Füßen. Zur damaligen Zeit gab es in Sadan noch keine Pass- und Zollkontrollen, so konnten sie unbehelligt landen. Ein einzigartiges Land - mitten in einer Wüste gelegen. Es war ein freies Land ohne wirkliche Feinde. Der Sultan von Sadan hieß Ibrahim der Zwölfte und regierte das Land seit sechs Jahren. Das berühmte Krönungsfest stand kurz bevor. So hatte Rohdolf doch noch sein Ziel erreicht, einmal dem Fest in Sadanville beizuwohnen.
Die große Leidenschaft der Sadanisten war der Dattelschnaps. Das hatte sich soweit entwickelt, daß der Adelige, der den meisten Dattelschnaps trinken konnte, gleichzeitig zum Sultan gekrönt wurde. Und Ibrahim der Zwölfte hatte bereits sechsmal gewonnen. Doch er war vom vielen Üben schon so dick und träge geworden, daß er befürchtete seine Krone in diesem Jahr nicht verteidigen zu können. Die beiden Freunde hörten davon. Sir Makepeace Egg und Rohdolf war es gelungen von Prinzessin Rosita empfangen zu werden, der Tochter des Sultans. Es wurde ein Abkommen getroffen. Egg, als Trinkexperte in England berühmt, sollte dem Sultan zu gewinnen helfen, dann würde das Sultanat Sadan den beiden Freunden Pässe ausstellen und für die Überfahrt nach Europa sorgen. Ein faires Geschäft.

Sir Makepeace Egg begab sich sofort mit dem schwergewichtigen Sultan Ibrahim dem Zwölften in Klausur. Egg war ein Meister seines Fachs. Er hatte fast sein ganzes Leben mit der Erforschung Betrunkener verbracht. Und so wußte er auch, wie diese Menschen mengenmäßig zu Rande kamen. Egg übte mit dem Sultan sehr intensiv bis kurz vor dem Fest.
Einige Tage später war es soweit, das Krönungsfest begann. Vor dem Palast trafen sich alle hohen Adligen des Landes. Dieser Tag stand ganz unter der Führung des Krönungsfestintendanten Dralol. Dralol hatte für die korrekte Ausführung des Festes zu sorgen und war im Reiche der zweitmächtigste Mann hinter dem jeweiligen Sultan. Und pünktlich zur Mittagszeit ging es los. Es standen Sultan Ibrahim der Zwölfte, Prinz Erwanus, sowie Prinz Auloch, der bereits vor zwanzig Jahren für ein Jahr lang Sultan gewesen war, zum Dattelschnapsvertilgen bereit. Jedem Teilnehmer wurden zehn Liter Schnaps übergeben. An den Riesengläsern konnte man ablesen, wieviel jeder der Männer bereits getrunken hatte. Nach sieben Litern gab Prinz Auloch ganz benommen auf, er würde es vielleicht nächstes Jahr wieder versuchen, versicherte er den angereisten Reportern. Gebannt starrte das Publikum auf den weiteren Verlauf des Wettstreits.
Prinz Erwanus, übrigens ein Neffe des Sultans, war unwahrscheinlich vollschlank. Also ein richtiger schwerer Gegner für Ibrahim dem Zwölften. Beide schafften unter großem Applaus die zehn Liter. Eine sensationelle Leistung der Athleten. Sofort wurden die Gläser wieder gefüllt. Diesmal bis zur Fünf-Liter-Marke.
Prinzessin Rosita saß auf der Tribüne und drückte ihrem Vater die zierlichen Daumen. Und sie wußte, das Training mit Egg hatte sich für ihren Vater bereits gelohnt. Denn bis jetzt hatte dessen Rekord bei 8,7 Litern gelegen, aufgestellt während seiner dritten Titelverteidigung. Die beiden Kontrahenten wankten schon, als endlich Prinz Erwanus vollkommen betrunken bei 10,5 Litern aufgeben mußte. Sultan Ibrahim der Zwölfte hob jubelnd seine dicken Arme. Er hatte es wieder einmal geschafft, und mit genau elf Litern einen neuen Rekord aufgestellt.

Das darauf folgende Fest war so farbenfroh und lustig, daß Rohdolf glücklich war, es einmal in seinem Leben miterlebt zu haben.
Doch für Rohdolf gab es noch eine kleine Enttäuschung. Sir Makepeace Egg entschloß sich in Sadan zu bleiben, denn er hatte ausgezeichnete Angebote erhalten. Mehrere Prinzen wollten ihn als Trainer engagieren. Damit war seine berufliche Zukunft für die nächsten Jahre gesichert. Er hatte vor reich und mächtig zu werden.
Und so machte sich Rohdolf, ausgestattet mit einem Paß und einer Fahrkarte, allein auf den Weg nach Hause. Den FT nahm er als Andenken mit. In Sadanville mietete er sich einen Motorroller und fuhr nach Kairo. Hier bestieg er einen Schnelldampfer, der ihn nach sieben Jahren Abwesenheit in Esens an Land setzte. Den Fliegenden Teppich bestieg er nie wieder.



Philippus und das Streitross

König Reimer der Zweite von Butjadingen war schon ein alter, aber weiser König. Er wußte von der Liebe zwischen seiner Tochter Kassandra und dem armen, unbedeutenden Grafensohn Philippus.
Eine Heirat zwischen ihnen war aber nicht standesgemäß. Deshalb weinte die schöne Kassandra oft, und wenn Philippus sich nicht in ihrer Nähe befand, war sie unglücklich. König Reimer war dieses nicht entgangen, und er rief Philippus zu sich.
„Philippus, meine Tochter hat sehr viele Bewerber, aber sie liebt Dich und auch ich mag Dich, weil ich weiß, daß Du ein tapferer und guter Mann bist. Drum höre! Ich stelle Dir acht Aufgaben, die Du zu erfüllen hast. Wenn Du alle acht erfolgreich erledigt hast, bekommst Du Kassandra zur Frau.“
Philippus stimmte begeistert zu, und auch Prinzessin Kassandra konnte ihr Glück kaum fassen, aber als sie von der ersten Aufgabe erfuhr, die ihr Vater für ihren Liebsten ersonnen hatte, bekam sie große Angst. Aber Philippus beruhigte sie und versprach seine glückliche Wiederkehr.
Des Königs erste Aufgabe lautete: „Bring mir einen Pferdeapfel des berühmten Streitrosses Rellum.“

Philippus bestieg sein Mofa und fuhr sofort zum Chefbibliothekar der Residenzstadt Onno Röller, der ihm nur mitteilen konnte, daß das Streitroß Rellum auf der Ostfriesischen Insel Kurzeroog beheimatet sein soll.
„Von Kurzeroog habe ich noch nie etwas gehört,“ sprach Philippus nachdenklich.
„Genau das ist das Problem. Niemand weiß es genau. Vielleicht ist diese Insel auch nur eine Legende.“
„Ich werde sie finden,“ sagte der junge Abenteurer.
Voller Elan sprang Philippus auf sein Mofa, doch Onno Röller hielt ihn zurück.
„Besuch einen guten Bekannten von mir in Esens. Ritter Pauli bewohnt dort eine Mehrfamilienburg. Er wird Dir bestimmt helfen können.“


Ohne besondere Vorkommnisse erreichte Philippus am nächsten Tag Esens und fand bald die prachtvolle Mehrfamilienburg Ritter Paulis, die direkt an der alten Heerstraße stand. Der Ritter bewohnte dort die 3. Etage. Ritter Paulis riesenhafter Wuchs beeindruckte den eher schmächtigen, dafür aber sehr drahtigen Philippus, der sogleich von seiner ihm gestellten ersten Aufgabe sprach.
„Eine schwere Aufgabe, mein Sohn“ sagte der Ritter und fuhr fort: „Kurzeroog soll sich zwischen Langeoog und Baltrum befinden. Das Roß lebt allein darauf. Und es ist sehr gefährlich.“
Mehr konnte Ritter Pauli dem armen Philippus nicht berichten.
Der junge Abenteurer bedankte sich artig und bestieg wieder sein geliebtes Mofa um nach Langeoog zu fahren.
Schnell erreichte Philippus die Hafenstadt Bensersiel und nahm dort die Mofa-Fähre „Kölestine“, wo er etwas zur Ruhe kam und ausgiebig frühstückte.
Er verließ die Fähre in der Hauptstadt Langeoogs Oogburg und suchte sofort den Inselgouverneur Harm von Calbe auf.
Herr von Calbe, ein schon älterer Herr mit einer riesigen hängenden Unterlippe, begrüßte den guten Philippus sehr freundlich und zeigte dem jungen Gast die Sehenswürdigkeiten der Insel. Das Schloß von König Herbert den Vierundzwanzigsten konnte leider nicht besichtigt werden, da gerade eine größere Touristengruppe aus Japan dort eingefallen war.
Nur nach langem Zögern ging Harm von Calbe auf die drängenden Fragen seines Gastes ein.
„Der Name Rellum ist auf Langeoog tabu. Das riesige Pferd hat vor rund 200 Jahren große Teile unseres Eilands verwüstet. Glücklicherweise weilte damals gerade der berühmte Zauberer Perplin zur Kur auf unserer Insel. Es gelang ihm, das Roß von der Insel zu verbannen. Einen Teil der Insel konnte Rellum behaupten. Dieses Teil trennte sich auf wunderbarerweise von Langeoog und verschwand aus unseren Blicken. Das ist nun die Insel Kurzeroog. Aber niemand hat seit diesem Tag die neue Insel und das Streitroß Rellum je wiedergesehen.“
„Interessant,“ sagte der kluge Philippus, „wo mag Kurzeroog nun ungefähr liegen?“
„Nördlich von hier – wahrscheinlich! Aber niemand weiß es genau.“
Nach dem Mahl verließ Philippus Herrn von Calbe und ließ das Mofa bei ihm. Er ging zum Hafen und mietete den Fischer Erich Ehrlich und dessen Boot. Sie stachen am nächsten Morgen in See.
Die Stimmung an Bord war gut, doch nach zehn Tagen Seereise hatten sie immer noch nicht Kurzeroog gefunden. Ein Sturm brachte sie in der folgenden Nacht vom Kurs ab, aber ein Wunder war geschehen. Der Sturm hatte sie an den Strand der Insel Kurzeroog getrieben. Ehrlich und Philippus betraten vorsichtig den Strand. Das es Kurzeroog war, stand bald fest, denn donnernde Hufe kündigten ein riesiges Pferd an. Das Streitroß Rellum!
Die ganze kleine Insel, die nur mit wenigen Bäumen bewachsen war, bebte unter den Hufen des Pferdes. Ängstlich rannten die beiden Männer zurück zum Boot und wollten wieder ablegen, doch das riesige Pferd, daß nun den Strand erreicht hatte, wieherte freudig erregt und rief die Männer freundlich an: „Lauft doch nicht weg. Bitte!“
Philippus und Erich Ehrlich wagten sich wieder auf die Insel.
Nun sagte das Pferd lächelnd: „Ich bin ja so froh, daß ich noch einmal Menschen sehen und sprechen kann. Immer nur Möwen und Heringe ist langweilig. Wer seid Ihr? Was wollt Ihr von mir? Wer sind eure Freunde. Wer ist euer König? Erzählt mir alles, bitte!“
Das Streitroß Rellum war äußerst redselig, und der Fischer Ehrlich und der gute Philippus erzählten stundenlang bis sie nicht mehr konnten. Vier ganze Tage redeten sie – immer wieder von Fragen des Pferdes unterbrochen – bis zur Erschöpfung.
Dann endlich hatte Rellum genug gehört und sagte: „Vielen, vielen Dank, Freunde. Ihr seht mitgenommen aus und braucht Ruhe.“
Zwei Tage später verließen die beiden Männer Kurzeroog. Rellum gab ihnen zum Dank den gewünschten Pferdeapfel. Philippus hatte dem Streitroß die Rückkehr zur Zivilisation angeboten, doch Rellum hatte geantwortet: „Diese Insel ist die Strafe für die Untaten meiner Jugend, habt Dank.“
Und so segelten die beiden Männer bewegt wieder ab.
Herr von Calbe in Oogburg konnte den Erzählungen Philippus´ kaum Glauben schenken, daß das Streitroß Rellum friedlich geworden war. Aber er hörte es voller Freude. Philippus nahm sein Mofa wieder in Empfang und verabschiedete sich vom tapferen Fischer Erich Ehrlich.


Vom Palast König Reimers des Zweiten wurde Philippus bereits frühzeitig gesichtet. Denn eine große Fliegenschar verfolgte ihn. Glücklich seine erste Aufgabe gemeistert zu haben, begab er sich sofort zum König, der ihn bereits erwartete. Die strahlende Kassandra stand an seiner Seite. Nach der üblichen formellen Begrüßung übergab der Abenteurer den sorgfältig eingewickelten Pferdeapfel seinem König. Der Duft war berauschend, und der Königliche Kammerjäger hatte alle Hände voll zu tun, um den Heerscharen der Fliegen Herr zu werden.
Vorsichtig zerteilte Reimer der Zweite den Pferdeapfel und holte zum Entzücken aller einen Edelstein heraus.
„Die erste Aufgabe hast Du zu meiner Freude erfolgreich erfüllt, Philippus,“ bestätigte der Herrscher.
„Danke, mein König,“ antwortete der junge Mann und nahm Kassandra, die er Kassi nannte, in die Arme.